Juni 2015

Juni 2015: Die Krebsschere (Stratiotes aloides)

Teichlandschaft im Botanischen Garten

Die Krebsschere (Stratiotes aloides) gehört in die gleiche Pflanzenfamilie der Froschbißgewächse wie die Wasserpest oder das Nixenkraut. Eigentlich ist sie von Mitteleuropa bis Sibirien verbreitet, doch da sie keine Wasserverschmutzung verträgt und stehende Flußarme und Teiche in den letzten Jahrzehnten immer mehr trockengelegt werden, wird auch sie immer seltener.

Stratiotes aloides (alle Bilder W. Teschner)

Die Rosetten der Krebsschere sind nicht auf dem Boden festgewachsen. Vielmehr schwimmen die Rosetten frei auf den Gewässern. Dabei helfen ihr die bei der Fotosynthese entstehenden Gase, die der Pflanze Auftrieb verleihen. Wenn im Herbst die Sonne nicht mehr ausreicht, um genug Sauerstoff zu produzieren, sinken die Rosetten langsam auf den Boden des Teiches. Dort können sie überwintern, denn ab 1m Wassertiefe frieren unsere Gewässer schon nicht mehr bis auf den Boden durch. Die stärker werdende Sonne im Frühjahr läßt die Rosetten dann wieder bis zur Wasseroberfläche aufsteigen.

Einen sehr gut entwickelten Bestand können sie in unserem Mitteleuropäischen Teich neben dem Alpinum sehen. Die etwa 3cm großen Blüten sind bis Juli zu sehen.

Stratiotes aloides besitzt viele Namen. Der offizielle deutsche „Krebsschere“ rührt von den dicht gezähnten, jungen Hochblättern her, die entfernt an die Scheren eines Krebses erinnern.

letzte Änderung: 10.08.2016