März 2016

März 2016: Die Berberitze (Berberis vulgaris)

Es gibt über 100 Arten an Berberitzen. Die meisten kommen in Nordamerika und China vor. Die Gemeine Berberitze (Berberis vulgaris) ist auch in Deutschland heimisch. In freier Natur findet man sie allerdings recht selten: sie ist Zwischenwirt eines Pilzes, der Getreide befällt und wurde daher wenig gerne gesehen und gezielt dezimiert.

Die meisten Berberitzen haben recht festes Laub und vor allem ausgeprägte Nebenblattdornen. Das macht sie zu attraktiven Heckenpflanzen, zumal etliche Arten sogar wintergrün sind. Außerdem haben Berberitzen typische, goldgelbe Blüten, die sich oft bereits am Ende des Winters entfalten. Sie stellen eine wertvolle Honigquelle für die ersten aus dem Winterschlaf aufwachenden Insekten dar.

Alle Bilder W. Teschner

Wer eine Lupe zur Hand hat sollte sich folgendes nicht entgehen lassen:  berühren sie mit einer Nadel leicht die innerhalb der Blüte sitzenden Staubbeutel und ahmen sie dadurch ein Hummel- oder Fliegenbeinchen nach. Der Staubeutel wird spontan Richtung Fruchtknoten einknicken!  Diese Bewegung ist eine der schnellsten Spontanbewegungen der heimischen Flora. Sie dient dazu, die Insekten etwas länger an der Blüte festzuhalten und damit eine verbesserte Pollenübertragung zu ermöglichen. Schön sind die noch nicht erregten Staubbeutel auf dem Foto der Einzelblüte zu erkennen.

letzte Änderung: 10.08.2016