September 2018

September 2018: Die Herbstanemone (Anemone hupehensis)

Anemone hupehensis

Die Herbstanemonenen wurden zu Beginn des 20. Jhd. zunächst als Japanische Anemone (Anemone japonica), mit zwei Unterarten (A. japonica subsp. hupehensis und A.japonica subsp. tomentosa) beschrieben. Beide unterscheiden sich jedoch deutlich durch die Behaarung der Blattunterseiten (siehe Foto) und werden mittlerweile als eigenständige Arten aufgefaßt. Um ihre Frostfestigkeiten und andere Eigenschaften zu verbessern sind die meisten im Handel befindlichen Herbstanemonen tatsächlich Mehrfachhybriden.

Die Blüten der Herbstanemone sind denen des Buschwindröschens (Anemone nemorosa) sehr ähnlich. Wie der Name aber schon sagt, blüht die Herbstanemome erst sehr viel später im Jahr, gerade auch zu einer Zeit, wo die meisten Pflanzen des Gartens ihre Hauptblütezeit bereits hinter sich haben.

Anemone tomentosa

Herbstanemonen sind ausdauernde Stauden von bis zu 1,50 m Höhe. An ihrem natürlichen Standort in China wachsen sie an Waldrändern, vertragen aber auch volle Sonne. Sie benötigen aber dann ausreichend Feuchtigkeit, denn sonst werden die Blattränder schnell braun und der Welkepunkt wird erreicht. Besonders gut eignet sich die Herbstanemone, um schlecht geschnittene und dann am Boden kahle Hecken wieder zu verdichten. Manche Sorten breiten sich rasch aus und neigen dann auch zum Verwildern. Die Stauden lassen sich sehr einfach teilen und vermehren.

alle Bilder: W. Teschner

Im Botanischen Garten Leipzig befinden sich einige Exemplare in der Steppenanlage und natürlich im asiatischen Wald.

letzte Änderung: 07.09.2018