September 2015

September 2015: Das Brasilianische Mammutblatt (Gunnera manicata)

Das Brasilianische Mammutblatt (Gunnera manicata) trägt seinen Namen „Mammut“ aus zwei Gründen zu Recht: Zum einen werden die Blätter riesig, wie auf dem Foto mit Größenvergleich zu zwei ausgewachsenen Personen zeigt. Im Land seiner Herkunft in Südamerika wird die Pflanze auch als „Regenschirm der Armen“ bezeichnet. Zum Anderen zeichnet sich das Mammutblatt durch eine enorme Wuchsleistung aus. Die Pflanze ist nämlich nicht winterhart, wird im Herbst zurückgeschnitten und muß – immerhin draußen – unter einem großen Laubhügel überwintern. Die riesige Pflanze, wie sie sich noch bis in den Oktober hinein präsentiert, ist zu ihrer Größe also innerhalb weniger Monate herangewachsen.  Einen großen Beitrag zu dieser Leistung leisten auch symbiontische Blaualgen, die sich in den Blattbasen befinden. Diese sind in der Lage, Luftstickstoff in für Pflanzen verfügbares Substanzen umzubauen und düngen so das Mammutblatt.

Im Sommer liebt das Mammutblatt Feuchtigkeit. Für seine volle Entfaltung haben wir daher einen eigenen kleinen Teich nahe des Eingangs in der Johannisallee angelegt. Dort wächst auch eine kleine Schwester des Mammutblattes (Gunnera magellanica), das nur wenige Zentimeter hoch wird und in den Südamerikanischen Hochgebirgen vorkommt.

alle Bilder W. Teschner

Mammutblätter sind mittlerweile auch in gut sortierten Gärtnereien zu haben. In entsprechend großen Gärten eignen sie sich prima als solitärer Blickfang.

letzte Änderung: 10.08.2016