August 2015

August 2015: Die Ungarische Akanthus (Acanthus hungaricus)

Die Ungarische Akanthus (Acanthus hungaricus) blüht im Hochsommer. Ihre großen, weißen und oft violett überlaufenen Blüten erscheinen an 30 bis 100 cm hohen Ähren. Die einzelnen Blüten haben an ihrer Basis eine große Nektardrüse mit der viel Nektar produziert wird. Dies macht die Pflanzen sehr attraktiv für größere Bienen und Hummeln. Da die Blütenblätter kaum miteinander verwachsen sind, kann man seitlich ganz frei beobachten, wie die Bestäuber in die Blüte hineinkrabbeln und zum Nektar vordringen.

Die Ungarische Akanthus kommt wild auf dem Balkan vor, ist aber bei uns auch vollkommen winterhart. An einem geschützten Plätzchen bildet sie einen imposanten Blickfang, denn auch die Blätter allein sind bereits sehr dekorativ. So finden sie sich auch sich zahlreich in der Ornamentik wieder, z.B. in den Kapitellen der korinthischen Säulen.

Viele Vertreter der Familie der Acanthaceae kommen in den feuchten Tropen der Alten und Neuen Welt vor und zeichnen sich durch bunt gefärbte Tragblätter in den Blütenständen aus. Bei der Ungarischen Akanthus sind die Tragblätter einfach grün – dafür aber sehr stachelig. Das altgriechische Wort für „der Dornige“ wiederum ist „Akanthos“ – so kam diese Pflanze zu ihrem Namen.

alle Bilder W. Teschner

In unserem Botanischen Garten können Sie die Staude einmal im System an der Bank nahe der Kornelkirsche bewundern, zum anderen in der Nähe des alten Viktoriahauses am Rande des Balkanwaldes.

letzte Änderung: 10.08.2016