Geschichte

Geschichte des Botanischen Gartens

Mit einem Pfund  lässt sich sicher wuchern: Der Botanische Garten der Universität Leipzig ist der älteste seiner Art in Deutschland und kann sogar gemeinsam mit Pisa, Padua  und Florenz als einer der ältesten Europas gelten.

Bereits ab 1542, dem Jahr der Übertragung des Dominikanerklosters St. Pauli "mit ihren darbey gelegenen  Gärten" an die Universität Leipzig könnte der Garten als Arzneipflanzengarten, als Hortus medicus eigenständig bewirtschaftet worden sein. Das nächste nachweisbare Datum ist das Jahr 1580, was ihn als ältesten Botanischen Garten Deutschlands ausweist.
Während der folgenden etwa 450-jährigen Geschichte wurde  der Garten allerdings viermal im Stadtgebiet Leipzigs verlagert.

Der letzte  Umzug geschah 1876. Der Botanische Garten musste dem Bau des Reichsgerichtes,  dem heutigen Bundesverwaltungsgericht weichen. An seinem heutigen, zwar klein bemessenen Standort in der Linnéstraße, wurden zusammenhängende Gewächshäuser gebaut, die in ihren Grundzügen noch heute erhalten sind. Die Zerstörungen des  2. Weltkrieges führten zum fast vollständigen Verlust des Pflanzenbestandes und einiger Gewächshäuser. Erst die umfangreichen Sanierungen und Neubauten der  Jahre 1998 bis 2003 ermöglichen seitdem optimale Lehr- und  Forschungsbedingungen.

last modified: 04.04.2014