Systematische Abteilung

Systematische Abteilung

Die stetige Abwandlung der Baupläne als Anpassung der Lebewesen an veränderte Umweltbedingungen und Mitstreiter hat im Verlaufe der letzten Jahrhundertmillionen aus einzelligen Bakterien ohne Zellkern und deren Vorläufern zunächst Einzeller mit Zellkern und schließlich Vielzeller entstehen lassen. Mit der Einverleibung von blaualgenähnlichen Lebewesen in die Zelle (Chloroplasten) wurde die Fotosynthese so effektiv, dass der dabei als „Abfall“ entstandene Sauerstoff in riesigen Mengen frei wurde. Sauerstoff hat die Physiologie der Lebewesen revolutioniert und die Erfindung der geschlechtlichen Fortpflanzung hat schließlich zu einer gewaltigen Steigerung der Lebensmöglichkeiten auf unserem Planeten geführt.

In der systematischen Abteilung unseres Gartens können die letzten 200 Millionen Jahre in der Entwicklung der Landpflanzen nachvollzogen werden.

Die nächsten Verwandten  aller Landpflanzen sind die wasserbewohnenden Armleuchteralgen, die eher zufällig auch in dem einen oder anderen Wasserbecken zu finden sind.

Im System sind die Pflanzen nach ihrer Verwandtschaft angeordnet. Näher verwandte Pflanzen stehen näher beieinander, breitere Wege kennzeichnen Verwandtschaftsgrenzen.
Von den Moosen über die Schachtelhalme, Farne, Nacktsamer, ursprüngliche Bedecktsamer bis zu den fortgeschrittenen Bedecktsamern sind alle Pflanzengruppen vertreten.

Als Besonderheit können in den Sommermonaten auch Gewächshauspflanzen an ihrem angestammten Verwandtschaftsplatz bewundert werden.

letzte Änderung: 28.04.2015

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