Der Garten

Profil des Gartens, Diversitätsgarten

Die Vielfalt des Lebens, wissenschaftlich Diversität genannt, soll in unserem Garten auf nur drei Hektar Fläche dargestellt werden. Geht das, ohne zu große Abstriche zu machen? Wir glauben schon.

Unser Profil richtet sich nach den drei Hauptebenen der Diversität.
Alles Leben baut auf der stetigen und zufälligen chemischen Abwandlung von Erbmaterial auf. So kann es zur Anpassung an veränderte Umweltverhältnisse kommen.  Zentrale Rolle spielt dabei das universelle Erbmolekül DNS. Seine Vielfalt kann nicht unmittelbar betrachtet werden. Doch allein die enorme Breite an chemischen Stoffen, von Giften über Düfte bis zu Säuren und Salzen, die im Apothekergarten und im Duft- und Tastgarten mit allen Sinnen erfahren werden können, geben bereits ein beeindruckendes Bild auf die Vielfalt der durch Pflanzen produzierten Moleküle.

Die Moleküle des Lebens sind eingepackt in Zellen und zu Geweben in Organen zusammengefasst. Jedes Lebewesen ist dabei etwas anders – es herrscht Artenvielfalt. Gleiches ist näher verwandt als Unterschiedliches. Der Grad der Unterschiede wird in der Systematischen Abteilung sichtbar. 

Kein Lebewesen kann nur für sich allein existieren. Die ortsfesten Pflanzen bilden Gesellschaften aus mehreren Arten in verschiedenen Gattungen und Familien, in Abhängigkeit von ihrem Standort (Boden, Klima, Höhe über dem Meer etc.).  Diese komplexeste Diversitätsebene kann in der Geografischen Abteilung bewundert werden, die rein kulturtechnisch aus einem Freilandbereich und einem Gewächshausbereich besteht.

Alle Ebenen sind mehr oder weniger miteinander verzahnt. Wer von wem wie stark abhängt und welche Rolle einzelne Einheiten, inklusive des Menschen, fürs Gesamtsystem spielen ist Aufgabe der Funktionellen Diversität und Hauptforschungsfrage unserer Arbeitsgruppe.

letzte Änderung: 28.04.2015

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